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Mainstreaming-Konzept bzw. Kommunikationsplan der Entwicklungspartnerschaft "Brücken zur
Arbeit"/Equal-Ostbayern-GmbH
- Zielsetzung des horizontalen Mainstreamings
- Inhalte und Strategien des horizontalen Mainstreamings
- Methodik des horizontalen Mainstreamings
-
Finanzielle Ressourcen und indikatives Budget für das horizontale
Mainstreaming
- Die Phasen des horizontales Mainstreaming
Zielsetzung des horizontalen Mainstreaming:
Zu einem erfolgreichen Mainstreaming gehören die Analyse von Informationen, die Generalisierung der
erreichten innovativen Ergebnisse, die Bewertung der erreichten Innovationen, die Identifikation mit den
evaluierten Ergebnissen und die Implementierung der Erkenntnisse in Nachfolgeprojekte. Dazu müssen die
Aktivitäten dokumentiert und die Ergebnisse medial aufbereitet werden. Die thematische Vernetzung mit
anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Projekten fördert ebenso die Nachhaltigkeit des
EQUAL-Programms. Der Aufbau eines strategischen Netzwerkes mit zahlreichen operativen und strategischen Partnern
und die Identifikation der Akteure mit den gesammelten Erfahrungen und Ergebnissen lassen das EQUAL-Programm
nachhaltig wirken.
Zielsetzungen auf Projektebene:
-
Erfahrungen und erzielte Ergebnisse bei der praktischen Umsetzung der formulierten innovativen
Handlungsstrategien in die Praxis systematisch inhaltlich aufbereiten und auf breiter Ebene kommunizieren
- Verbreitungsaktivitäten, insbesondere eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit
Zielsetzungen auf der Managementebene der Entwicklungspartnerschaft:
-
Vermittlung der Erfahrungen, erzielten Ergebnisse sowie Best Pratice Modelle an andere
Entwicklungspartnerschaften und programmexterne Anwender
-
Aufbau eines Informations- und Kommunikationsnetzwerkes innerhalb der EP, mit anderen EPs und mit
programmexternen Anwendern
-
Austausch über die Ergebnisse und Verfahren eigener und anderer Projekte und Akteure innerhalb dieses
Informations- und Kommunikationsnetzwerkes
- Mitarbeit in den thematischen Netzwerken des BMA und der EU
- Systematische Erfassung und breit angelegte Kommunikation über erprobte Best-Pratice-Modelle und
wirksame Lösungsansätze
- Gemeinsame Entwicklung von neuen innovativen Konzepten und Strategien
- Verbreitungsaktivitäten, insbesondere eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit
Zielgruppen des Mainstreamings:
- operative, strategische und transnationale Partner der EP
- programmexterne Akteure des Arbeitsmarktes, vor allem Vertreter der regionalen Wirtschaft
-
die Zielgruppen der Projekte von Equal-Ostbayern: ältere Arbeitnehmer, Arbeitslose und von
Arbeitslosigkeit Bedrohte, Ausländer, Asylbewerber, Behinderte, Frauen, Jugendliche,
Sozialhilfeempfänger
-
relevante Akteure der Region (z.B. Beratungsstellen, andere Bildungsträger, Organisationen und
Institutionen etc.)
- andere bayerische EPs und Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung
- andere nationale EPs und die Technische Hilfe EQUAL des Bundesarbeitsministeriums
- andere europäische EPs und die Europäische Kommission
Erwartete Projektergebnisse:
-
Entwicklung von wirksamen Strategien zur Einbindung von Verfahren zur Bekämpfung der Diskriminierungen und
Ungleichheiten auf dem regionalem Arbeitsmarkt Ostbayern in andere Maßnahmen
-
Strategien des Mainstreaming von Verfahren zur Bekämpfung der Diskriminierung und Ungleichheiten
entwickeln, die einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung der Equal-Initiative leisten,
d.h. Möglichkeiten der Übertragung auf andere Programme aufzeigen
-
Entwicklung und Einbindung wirksamer Strategien, die einen Wandel auf individueller und institutioneller Ebene
in Politik sowie Verfahrens- und Verhaltensweisen herbeiführen

Inhalte und Strategien des horizontalen Mainstreamings
Erprobung innovativer Handlungsansätze
-
Integration der Grundpfeiler Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung zu einem ganzheitlichen Ansatz
-
Kontinuierliche (d.h. vom Zeitpunkt der Erstberatung bis hin zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt) und
individuell zugeschnittene Integrationsbegleitung (z.B. sozialpädagogische Betreuung) und -hilfen (z.B.
Mobilitätshilfen)
-
Enge Kooperation und gegenseitige Ergänzung von vier regional unterschiedlich positionierten
Coachingstellen
- Qualifizierung auf der Basis von individuellen Persönlichkeits-Entwicklungsplänen
- Individualisierung des Förderangebots
- Maßgeschneiderte Qualifizierungsmodule
- Etablierung eines stabilen und kooperationsfähigen Netzwerkes
-
Einbindung aller wichtigen regionalen Arbeitsmarktakteure in einen stetigen Kommunikations- und
Informationsfluss mit dem Ziel der Etablierung eines regionalen Beschäftigungsbündnisses
- Entwicklung einer gemeinsamen Corporate Idea und eines Corporate Designs
Austausch über neue Erkenntnisse und Ergebnisse
- Austausch innerhalb der EP
-
Themenbezogene Workshops und Austauschtreffen der Kursleiter, Coachs und Projektumleiter alle 6-8 Wochen
- Aufbau einer internen Informations- und Kommunikationsplattform
- Reger Telefon-, Email- und persönlicher Kontakt zwischen den einzelnen Projekten (Mitarbeiter,
Projektleiter und Projektträger)
- Regelmäßige Treffen der operativen und strategischen Partner
-
Regelmäßige zusammenfassende Berichterstattung durch die Geschäftsstelle Equal-Ostbayern-GmbH
- Professionelle Öffentlichkeitsarbeit auf Projektebene und EP-Managementebene
-
Beachtung und Einhaltung der Regelungen des BMA für Publizitätsmaßnahmen im Zusammenhang mit
der Gemeinschaftsinitiative EQUAL
- Entwicklung einer Corporate Identity und eines Corporate Designs
- Entwicklung eines regionalen Logos
- Austausch mit anderen EPs
-
in den vom BMA und der EU organisierten Themennetzwerken (Anmeldung für die Themenfelder
"Förderung beruflicher und regionaler Mobilität" und "Berufliche Integration
besonders benachteiligter Personengruppen" erfolgte bereits)
- Austausch auf nationalen und europäischen Equal-Veranstaltungen und Workshops
-
RODIN-Projekt der bayerischen EPs: Aufbau eines regionalen Kompetenzzentrums RODIN = regionales
online-datenbankgestütztes Informationsnetzwerk (siehe beigefügtes
Ergebnisprotokoll vom 11.9.2002)
-
Gemeinsam mit dem BayStMAS ist geplant, 1-2 mal im Jahr themenbezogene Kongresse für die bayerischen
Equal-EPs durchzuführen
- Gegenseitige Einladungen zu Veranstaltungen und gemeinsam organisierte Workshops
- Austausch mit programmexternen Anwendern
-
Bildung von Expertenzirkeln und Arbeitsgruppen zu arbeitsmarktrelevanten Themen in der Region Ostbayern
- Präsentation der Equal-Initiative bei Anfragen von programmexternen Anwendern
- Teilnahme an regionalen Diskussionen, Veranstaltungen etc.
-
Herausgabe eines monatlichen Online-Newsletters zu den Themen a) Arbeit und Beschäftigung, b) Bildung
und Qualifizierung und c) psychosoziale Beratung und Hilfestellung
-
Aufbau einer internetgestützten Datenbank zu den Themen a) Arbeit und Beschäftigung, b) Bildung und
Qualifizierung und c) psycho-soziale Beratung und Hilfestellung
Nutzung von Synergieeffekten
- durch organisierten, stetigen Informations- und Kommunikationsfluss zwischen allen relevanten Akteuren
-
durch Aufbau von thematischen Netzwerken und einer regionalen Informations- und Kommunikationsplattform durch
die Equal-Ostbayern-GmbH
- Ressourcen vor Ort kostenneutral bzw. -günstig nutzen
- bessere Vernetzung des Wissens um vorhandene Ressourcen in der Region
- durch bessere Abstimmung der Bildungs- und Qualifizierungsangebote in der Region
Thematische Netzwerke
- Teilnahme und Mitarbeit der EP "Brücken zur Arbeit" an den vom BMA organisierten Themenfeldern
"Förderung beruflicher und regionaler Mobilität" und "Berufliche Integration besonders
benachteiligter Personengruppen"

Methodik des horizontalen Mainstreamings
Verantwortliche für die Mainstreaming-Aktivitäten
Alle operativen und strategischen Partner sind an den Mainstreaming-Aktivitäten beteiligt. Dabei
übernehmen jedoch die Geschäftsstelle und die operativen Partner ( Projektträger) die Hauptarbeit.
Die Hauptprojektträger (u. a. die beteiligten Volkshochschulen) haben schon zahlreiche EU- Projekte
erfolgreich durchgeführt und umgesetzt. Dabei ist auch die Bedeutung der Nachhaltigkeit und der
Publizität entsprechend berücksichtigt worden. Die für Informations- und
Publizitätsmaßnahmen verantwortlichen Personen innerhalb der Entwicklungspartnerschaft und bei den
einzelnen Projekte werden in den Arbeits- und Organisationsplänen für die einzelnen Projekte, für
die operativen und strategischen Partner explizit genannt.
Methodik des horizontalen Mainstreamings
-
Aufbereitung und Bewertung der Prozesse und Ergebnisse der einzelnen Projekte hinsichtlich ihrer
Erfolgsfaktoren
- Dokumentation und Verbreitung der Ergebnisse in der (Fach)Öffentlichkeit
- Einbindung und Nutzung der Erfahrungen mit anderen Programmen (Ziel: Synergieeffekte nutzbar machen)
-
Beschreibung der Methoden, wie die Ansätze des Equal-Programms auch in andere Programme eingebunden werden
können
-
Ausgehend vom horizontalen Ansatz sollen in unseren Projekten Faktoren für die durchgehende
Diskriminierung und Ungleichheiten auf dem regionalen Arbeitsmarkt untersucht werden.
- Überwachung des Projektverlaufs während des ganzen Bewilligungszeitraumes
-
Frühzeitige und kontinuierliche Sensibilisierung von Öffentlichkeit, Fachpraxis und politischen
Entscheidungsträgern (Verbreitungsstrategien)
- Einbeziehung der Arbeitsverwaltung
-
Permanenter Austausch und Abgleich innerhalb der EP, mit den transnationalen Partnern, anderen EPs und Akteuren
aus anderen arbeitsmarktpolitischen Programmen
Verbreitungsaktivitäten der Arbeit von EQUAL
Auf der Management- aber auch auf der Projektebenen werden die erzielten Erfahrungen und Ergebnisse in
verschiedenster Form kommuniziert:
- Verwendung des Corporate Designs
- Veröffentlichungen und Publikationen
- Informationsbroschüren und Informationsmaterial
- Erwähnung von Equal-Projekten in eigenen Publikationen (z.B. Kursprogramm)
- Image- und Informationsplakate im Corporate Design an zentralen Stellen aufhängen
- (themenbezogene) Workshops, vor allem mit den Kursleitern, Coachs und Personaldisponenten
-
Reger telefonischer und elektronischer Kontakt (per Email, in Diskussionsforen) zwischen den Kursleitern,
Coachs und Personaldisponenten und operativen Partnern
- Direkter Kontakt zur Geschäftsstelle jederzeit möglich
- Potentielle Teilnehmer direkt anschreiben und telefonisch kontaktieren
-
Informationsmaterialien an Orten auslegen, wo sich potentielle Teilnehmer aufhalten (z.B. Supermärkte,
Ämter, Vereine etc.)
-
Informationsveranstaltungen für Teilnehmer an Orten, wo sich Teilnehmer aufhalten (z.B. in Aussiedler- und
Asylbewerberwohnheime, Vereinshäuser etc.)
-
Wichtige Ansprechpartner (z.B. potentielle Arbeitgeber) zuerst per Email, dann telefonisch und erst dann
persönlich kontaktieren
- Veranstaltungen
-
Querschnittsveranstaltungen ( Gender-Mainstreaming, lokale Aktionsprogramme, regionale Entwicklungskonzepte)
-
Internetauftritt und internetgestützte Angebote (Datenbank, Newsletter, Informations- und
Kommunikationsplattformen, Veranstaltungskalender etc.)
- Medienarbeit ( Zeitungsberichte , Radiobeiträge) vor Ort für lokale und regionale Medien
- Konferenzen und Tagungen
- Thematische Zirkel von Akteuren
-
Gremienarbeit und Briefing lokaler/regionaler Entscheidungsträger (z.B. Politik, regionale Arbeits- und
Sozialämter, Caritas, AWO etc.)
-
Einbindung von zahlreichen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, Kommunen und Behörden
- Herstellung gezielter Kontakte zu Beratungsstellen, Ämtern etc.
-
Präsentation der Equal-Aktivitäten in Veranstaltungen wichtiger Akteure in der Region (z.B. auf
Wirtschaftsforum, Stadt- und Kreistagssitzungen, diverse andere Veranstaltungen)
-
Da die Projektträger in der Region etabliert sind, ist schon von vornherein eine Verzahnung der Erfahrung
in der Region vorhanden, d.h. vorhandene Strukturen, Umsetzung, Qualität, Überzeugungsqualität
und Kontinuität sind gewährleistet
- Nutzung bestehender Netzwerke für Mainstreaming-Aktivitäten
-
Informative, regelmäßig aktualisierte Homepage mit Internetangeboten (interner und externer
Newsletter; interner, geschützter Informations- und Kommunikationsbereich für Projektumsetzer;
fachbezogene Foren; Datenbank; Veranstaltungskalender; Jobgesuche etc.)
- Benchmarking zwischen den Projekten (Vergleichskriterien: Zahl der Klienten, Art der Klienten,
Vermittlungsquoten, Betreuungsdauer, Mittelverwendung etc.)

Finanzielle Ressourcen und indikatives Budget für das horizontale Mainstreaming
Die EU-Mittel für Mainstreaming-Aktivitäten werden durch kommunale Mittel, Landesmittel und Eigenmittel
der Projektträger zusätzlich ergänzt.
Die geplanten Kosten bzw. Ausgaben für das Mainstreaming ergeben sich aus den Finanzplänen der EP.

Die Phasen des horizontales Mainstreaming:
Die Entwicklungspartnerschaften und relevante Arbeitsmarktakteure sollen das Konzept des horizontalen
Mainstreamings umsetzen. Die Umsetzung lässt sich in 2 Phasen beschreiben, nämlich in Form der
-
Disseminationsphase (einschließlich der thematischen Netzwerke und der systematischen Verbreitung von
Ergebnissen) und in Form der
- Transferphase.
Zu a) Phase der Dissementation:
Aufgabe der Dissemination ist die Aufbereitung von Projektprozessen und -ergebnissen für die Verbreitung.
Ziel ist es dabei, eine Darstellung zu finden, die es Interessenten ermöglicht, die Transferierbarkeit in
die eigene Praxis einzuschätzen und Anpassungsbedarf an die jeweiligen Voraussetzungen zu erkennen.
Die Dissemination vollzieht sich in mehreren Schritten
-
Analyse der Ausgangslage und Beschreibung der Rahmenbedingungen (lokal, Zielgruppe, Sektor), unter denen
der innovative Handlungsansatz erprobt wurde.
- detaillierte Beschreibung des innovativen Handlungsansatzes
-
Bestimmung der Erfolgsfaktoren des innovativen Handlungsansatzes: Mit dem Ziel, den Handlungsansatz
für externe Anwender nachvollziehbar und prüfbar zu machen, wird es darauf ankommen, neben den
Erfolgsfaktoren auch die Grenzen aufzuzeigen, an die die modellhafte Erprobung gestoßen ist.
Aufgabe ist es ferner nicht, Einzelergebnisse zu beschreiben, sondern Prozesse nachzuzeichnen und die
Projektaktivitäten zu dokumentieren.
- Mediale Aufbereitung der erzielten Ergebnisse und der Best-Practice-Modelle
- Verbreitungsaktivitäten
Dem Prozesscharakter der Dissemination entspricht eine möglichst frühzeitige Kommunikation des
Handlungsansatzes in den Medien, in der allgemeinen wie der Fachöffentlichkeit und schließlich im
lokalen politischen Umfeld. Hierbei kommt insbesondere auch den in den jeweiligen Entwicklungspartnerschaften
mitwirkenden strategischen Partnern eine besondere Bedeutung zu.
b) Transferphase
Die Entwicklungspartnerschaft wird so eng wie möglich mit dem EQUAL-Team "Technische Hilfe" des
BMA zusammenarbeiten. In Abstimmung mit dem BMA ist anschließend ein Aufgreifen der erfolgreichen
innovativen Ansätze durch interessierte Projektträger jederzeit möglich. Der ständige
Informationsfluss zu den national politisch verantwortlichen Organisationen und Agenturen ist
selbstverständlich. Die Entwicklungspartnerschaft wird auf europäischer Ebene die Erkenntnisse und
Ergebnisse immer bei Bedarf und Anfrage präsentieren und zudem auch im Rahmen der transnationalen
Partnerschaft den Partnern und den ihnen angeschlossenen Netzwerken zur Verfügung stellen. Auch die
wissenschaftliche Begleitung im Zusammenhang einer grundlegenden Evaluierung wird in die europaweite Evaluierung
des EQUAL-Programms integriert.
Zudem werden die Projekte der EQUAL-Ostbayern GmbH in die geplante Europäische Datenbank implementiert und
stehen somit allen Interessenten europaweit zur Verfügung. Die Entwicklungspartnerschaft "Brücken
zur Arbeit" wird versuchen, auch Transferveranstaltungen im ostbayerischen Raum (z.B. im Rahmen der
geplanten Regionalen Arbeitsmarktgespräche) zu organisieren, wobei deren Inhalte mit der
Kommunikationsstrategie auf Programmebene abgestimmt werden sollen. .
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