Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
Gliederung:
- Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: Fakten und Begriffe
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Strategien der Gemeinschaftsinitiative EQUAL zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz
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Strategie der EP „Brücken zur Arbeit“ zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit
und Rassismus
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Strategien zur Integration von Ausländern, Aussiedlern und Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt
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Diversity Management
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Filmprojekt "Der Fremde im Spiegel"
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Material und Planungshilfen für den Unterricht
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Links und Literatur zum Thema
1. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: Fakten und Begriffe
"Ausländer ist jeder, der nicht Deutscher im Sinne des Art. 116 Abs. 1GG ist" heißt es im Ausländergesetz der Bundesrepublik Deutschland §1(2)
"Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat." Art. 116 Abs. 1 GG
"Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Abkömmlinge sind auf Antrag wieder einzubürgern" Art. 116 Abs. 2 GG
Rassismus:
Was in der Bundesrepublik mit dem Begriff "Ausländerfeindlichkeit" bezeichnet wird, wird in anderen Ländern "Rassismus" genannt. Elemente des Rassismus sind:
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Rassistische Ideologie
Bestimmte rassische oder ethnische Gruppen werden von "Natur aus" als überlegen oder unterlegen eingestuft.
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Auf Vorurteile beruhende Einstellungen
Bestimmte Gruppen gelten aufgrund der ihnen zugeschriebenen "Minderwertigkeit" als kriminell, dreckig, arbeitsscheu, geldgierig usw. Bestimmten Gruppen wird so eine Schuld an der "Überfremdung", an Wohnraumnot und Arbeitslosigkeit angelastet.
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Diskriminierende Verhaltensweisen
Als unterlegen eingestufte Gruppen dürfen diskriminiert, beherrscht oder eliminiert werden.
- Moralische und pseudowissenschaftliche Begründungen für die Diskriminierung
bilden die Rechtfertigung für diese Handlungsweisen.
aus: Günther Gugel, Ausländer Aussiedler Übersiedler, (5) 1994.
"jede Unterscheidung, jeder Ausschluss, jede Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe, Abstammung, nationaler oder ethischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge, die Anerkennung, den Genuss oder die Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auf gleicher Grundlage im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens aufzuheben oder zu behindern"
(Art1;1) Internationales Übereinkommen zur Beseitigung von jeder Form der Rassendiskriminierung, 1966
"Rassismus liegt immer dann vor, wenn bestimmte Merkmale von Menschen (z. B. Hautfarbe, Asylbewerber zu sein, Geschlecht usw.) mit bestimmten Eigenschaften gekoppelt werden (z. B. wenn von der Hautfarbe oder Herkunft auf die geistige, kriminelle oder sexuelle Energie o. ä. geschlossen wird) und durch diese Konstruktion eine Bewertung entsteht."
Posselt/Schumacher: Projekthandbuch Gewalt und Rassismus, Mühlheim 1993

2. Strategien der Gemeinschaftsiniative EQUAL zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit am
Arbeitsplatz
- Grundsätzliches:
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Entwicklung adäquater Konzepte, Instrumente und Methoden zur Bekämpfung von Rassismus und
Fremdenfeindlichkeit
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Unterstützung des gemeinsamen Lernens und Arbeitens von deutschen und ausländischen Jugendlichen
und Erwachsenen
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Versuch, alle Nationalitäten zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft anzuregen
- In den Betrieben:
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Sensibilisierung von Unternehmensleitungen und Mitarbeitern für ethnische und interkulturelle
Unterschiede
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Herausstellung der Vorteile, die sich aus der Vielfalt der Mitarbeiter/innen für ein Unternehmen ergeben
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Kompetenztrainings, Workshops und Seminare für Führungskräfte und multinationale Belegschaften
von Betrieben, für Lehrer/innen und Multiplikatoren/innen
- Gesprächskreise, die außerbetriebliche Konfliktthemen zur Sprache bringen
- In den Projekten:
- Unterstützung lokaler Kooperationen und Partnerschaften
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in bereits bestehende Projekte zur beruflichen Förderung von Ausländern sollen Aktivitäten
zur Förderung des Zusammenlebens von Deutschen und Ausländern eingebaut werden
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Ausländer sollen, gemäß ihrem Anteil an den Erwerbstätigen/ Arbeitslosen an
beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen beteiligt werden

3. Strategie der EP „Brücken zur Arbeit“ zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
3.1.
Grundverständnis
In allen Aktivitäten der EP wird strikt darauf geachtet, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in allen ihren Formen, offenkundige Verletzungen der Persönlichkeitsrechte sowie Intoleranz aus religiösen Gründen verhindert und bekämpft werden. Im Rahmen der diversen Beratungs-, Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen sowie der Veranstaltungen etc. sollen die Wahrung der Verschiedenartigkeit und Gleichheit der Menschen sowie die Toleranz gefördert werden.
Daher sind die diversen Maßnahmen für alle Menschen – egal welcher Rasse, Hautfarbe, Religion oder ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft – grundsätzlich offen. Insbesondere sollen durch unsere Aktivitäten auch die berufliche Bildung und die Beschäftigung von Menschen gefördert werden, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Rasse Diskriminierungen erfahren. Da sich die EP in einer Grenzregion befindet und die Menschen die Auswirkungen der EU-Erweiterung sowie die Konkurrenz durch die angrenzenden Nachbarn unmittelbar erleben, ist es umso wichtiger die Toleranz gegenüber dem „Anderem“, dem „Fremden“, dem „Unbekannten“ zu fördern und bestehende Vorurteile zu abzubauen. Vielmehr sollen die Chancen und die Potentiale des „Fremden“ und des gemeinsamen Miteinanders aufgezeigt werden. So kann der Erwerb interkultureller Kompetenzen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Personen beitragen.
3.2. Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit durch Erlangen von interkultureller Kompetenz
- Eine Frage des eigenen Standpunktes?
„Interkulturelle Bildung und Erziehung vermittelt und trainiert Fremdverstehen. Fremdverstehen kann jeder lernen. Es ist die wichtigste Bedingung für erfolgreiche Interaktion zwischen
Vertretern unterschiedlicher Kulturen und funktioniert entlang des Begriffspaares ‚Eigenes’ und ‚Fremdes’“
aus: Handreichung für Lehrkräfte an Berliner Schulen, Interkulturelle Bildung
und Erziehung, Berlin 2001
Für die praktische Arbeit in der EP bedeutet dies:
Klärung der eigenen Fragen, Standpunkte und Begriffe (z. B. Was ist eigen? Was ist fremd? Was heißt für mich akzeptieren, respektieren?) und überdenken des eigenen Werte- und Normensystems, Schulung von Selbst- und Fremdwahrnehmung und damit auch Einüben des Perspektivenwechsel (z. B. durch Rollenspiel, Rollentausch, Was können wir von unserem Gegenüber lernen? Vermitteln von Fremdheits- oder Minderheitenerfahrung, Schüleraustausch), sich der eigenen Vorbildfunktion bewusst sein und diese vorleben.
- Selbstbewusstsein stärken
Um einen angstfreien Umgang mit dem Fremden zu ermöglichen ist es wichtig, das Ich und somit das Selbstbewusstsein zu stärken. Nur wer sich selbst kennt, muss sich nicht zwanghaft abgrenzen und einen Identitätsverlust fürchten. Dazu ist es wichtig Orientierungshilfen anzubieten und so Akzeptanz, Toleranz und gegenseitigen Respekt anzubahnen sowie einen Austausch zu ermöglichen. Die Vielfalt soll als positiv und bereichernd und nicht als Bedrohung wahrgenommen werden.
aus: Handreichung für Lehrkräfte an Berliner Schulen, Interkulturelle Bildung
und Erziehung, Berlin 2001
Für die praktische Arbeit in der EP bedeutet dies:
Fachkenntnis und Kompetenzen fördern, denn nichts stärkt mehr das Selbstwertgefühl wie Kompetenz und Erfolg. Persönliche Stärken
bewusst machen.
- Befähigung zu Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit
Das Miteinander darf nicht durch Vernachlässigung von Problemen und Konflikten belastet werden. Wichtig ist hierbei Konfliktfähigkeit zu trainieren, damit man angemessen auf diese reagieren und Lösungsansätze entwickeln kann.
aus: Handreichung für Lehrkräfte an Berliner Schulen, Interkulturelle Bildung
und Erziehung, Berlin 2001
Dabei kann das Erlernen von Kommunikationsfähigkeit einen großen Beitrag leisten. Wenn man weiß wie Kommunikation funktioniert und das einübt, kann es besser gelingen mit seinem Gegenüber zurechtzukommen. Dabei sind kulturelle Unterschiede in der Art der Kommunikation unbedingt zu berücksichtigen um Missverständnissen vorzubeugen. (z. B. Blickkontakt beim Gespräch hat in verschiedenen Kulturkreisen jeweils eine andere Bedeutung: Schwarzafrikaner werden einer höhergestellten Person aus Respekt nicht direkt in die Augen schauen).
Für die praktische Arbeit in der EP bedeutet dies:
Über die Grundzüge der Kommunikation Bescheid wissen, sich über die Grundzüge der Muttersprache des „Gegenübers“ informieren (das fördert das Verständnis für die Denkweise des Anderen), Namen richtig aussprechen und schreiben.
- Miteinander Leben – Begegnung ermöglichen
Das Miteinander Leben durch gemeinsame Begegnung und Erlebnisse erlernen. Dadurch wird Vertrauen geschaffen. Durch das Miteinander Leben die Mitbestimmung ermöglichen, um so gemeinsame Entwicklung zu ermöglichen. Dabei soll die Kultur nicht bewertet werden.
Kenntnis über die Kulturen und Länder, denn Wissen hilft Toleranz aufzubauen
Kennen und Rücksichtnahme auf kulturelle Besonderheiten und Feste (z. B. Leistungsfähigkeit während des Ramadan)
aus: Handreichung für Lehrkräfte an Berliner Schulen, Interkulturelle Bildung
und Erziehung, Berlin 2001
Für die praktische Arbeit in der EP bedeutet dies:
Begegnung und Austausch ermöglichen, Respekt und Toleranz einüben, sich miteinander vertraut machen.
- Wir haben uns alle lieb? – Grenzen
Natürlich kann es nicht sein, dass wir uns alle „lieben“ und alle Schwierigkeiten durch ein Konzept des interkulturellen Lernens beseitigt werden können. Es muss deshalb Ziel sein, dass wir auch neben dem Miteinander auch das Nebeneinander akzeptieren müssen und Spannungen aushalten können. Wir müssen akzeptieren, dass wir vieles nicht verstehen können.
Aber auch hier gilt: kriminelles, menschenverachtendes und
demokratiegefährdendes Verhalten kann nicht toleriert werden.
Für die praktische Arbeit in der EP bedeutet dies:
Bei Situationen, die nicht hinnehmbar sind, intervenieren, Grenzen anerkennen (Eigene, des Systems, der Situation, des Anderen), Spannungen aushalten lernen, Perfektionismus ablegen, Mut zur Unvollständigkeit haben, die Bereitschaft erhalten, trotz Grenzen und Widerstände, immer wieder aufeinander zuzugehen.
3.3. Geplante Aktivitäten in der EP
- Empowerment von Migrant/innen und Aussiedler/innen (siehe Empowerment)
- Sprachliche Weiterbildung von Migrant/innen und Aussiedler/innen (z. B.
Einführung eines Mentoren-Konzeptes, bei dem Deutsche gemeinsam
mit Ausländern lesen, nach der Idee „die Leselernhelfer Mentor Hannover e.V.“)
- Entwicklung und Erprobung interkultureller Lehr- und Lernkonzepte
sowie Strategien und Methoden für den Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Informations-,
Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsmaßnahmen (z. B. in Zusammenarbeit mit der Universität Passau im Rahmen des Arbeitskreises „Gemeinsam-Leben-Lernen“ geschehen)
- Intervention: Erarbeiten und Aufstellung von konkreten Gesprächsregeln und
Grenzen, Gruppen bei der eigenen Konfliktlösung anleiten, Vertrauenslehrer
wählen, Einschreiten bei „Stammtischparolen“ durch Argumente (z. B. mit Hilfe
des interkulturellen Sprechführers der Bundeszentrale für politische Bildung)
- Qualifizierungen von Multiplikatoren und Projektmitarbeitern (z. B. durch
Workshops im Bereich „Gesprächsführung“, „Kommunikation“, „Konfliktlösungsmodelle“)
- Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Mitarbeitern in
Bildungsinstituten, Arbeits- und Sozialverwaltung sowie Unternehmen
- Thematisierung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in
Qualifizierungsmaßnahmen (z. B. Vorführung und Arbeit mit dem Film
„Der Fremde im Spiegel“)
- Ausländer/innen und Aussiedler/innen als Teilnehmer in Maßnahmen
interkulturelle Kompetenzbildung in Betrieben, bei Arbeitsmarktakteuren, Organisationen, Migrant/innen und Aussiedler/innen sowie operativen und strategischen Partnern der EQUAL-Initiative (z. B. Workshops über „Kommunikationsformen in verschiedenen Kulturkreisen“)

4. Strategien zur Integration von Ausländern, Aussiedlern und Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt
- Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit und beruflicher Kompetenz:
- psychosoziale Stabilisierung
- schulische Abschlüsse
-
Orientierung/ Beratung zur Entwicklung der beruflichen Qualifikation im Hinblick auf eine eventuelle
Rückkehr in das Herkunftsland
- Sprachkompetenz
- Anpassung der Qualifizierungsdauer an die individuelle Aufenthaltsdauer
- Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit und der beruflichen Kompetenz
- psychosoziale Stabilisierung
- berufliche Fördermaßnahmen
- Erhalt und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit:
- Kompetenzen zur Existenzgründung im eigenen Land
- Förderung von Unterstützungsstrukturen für Asylbewerber/innen

5. Diversity Management
Durch Diversity Management will man bisher Ausgegrenzte (Ausländer, Aussiedler usw.) in den Arbeitsmarkt eingliedern, indem man die Vorteile einer gemischten Belegschaft und die Möglichkeit, durch sie neue Märkte zu erschließen und Kulturen gezielt zu nutzen, aufzeigt. Kompetenztrainings, Workshops, Seminare, Gesprächskreise, Bildungsmaßnahmen etc. sollen dazu führen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz abgebaut werden und die Verschiedenheit als Chance begriffen wird.
weitere Informationen zu Diversity Management>>

6. Filmprojekt "Der Fremde im Spiegel"
Ein indianisches Sprichwort lautet: "Großer Geist, bewahre mich davor, je einen anderen zu verurteilen, bevor ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin".
Wie ist es, in die Schuhe, bzw. Fußstapfen eines anderen zu treten? Wie fühlt es sich an, in seiner Haut zu stecken? Noch dazu in einer Haut, die fremd ist, die anders aussieht?
Um diese Frage geht es in dem Film "Der Fremde im Spiegel".
"Der Fremde im Spiegel" ist ein realistisches Kurzporträt zweier gebeutelter Menschen und gleichzeitig ein modernes Märchen, eine Parabel zum Thema Vorurteile.
Der Film kann in unserer Geschäftsstelle kostenlos ausgeliehen werden:
EQUAL-Ostbayern-GmbH
Nibelungenstr. 16
94032 Passau
Tel.: 0851-7568800
E-Mail: info@equal-ostbayern.de
Falls Sie an einer Ausleihe auf dem Postweg interessiert sind, schicken Sie
uns bitte einen mit 1,45 € frankierten Rückumschlag DIN A5 an oben genannte Adresse.
Der EQUAL-Film "Der Fremde im Spiegel" im Verleih der Landesfilmdienste
Der Film ist jetzt in den Verleih der Landesfilmdienste aufgenommen worden. Bildungsträger, Schulen, Firmen u.a. können den Film zum Thema Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz über die bundesweiten Niederlassungen der Landesfilmdienste ausleihen und zur Information oder Weiterbildung nutzen.
Der Film kann auch direkt über die Website der Landesfilmdienste herunter geladen werden: Landesfilmdienste.de

Inhalt
Marius, ein Deutscher und Damir, ein Albaner sind beide Schweißer. Sie arbeiten in einer Gruppe zusammen. Dabei unterläuft ihnen ein schwerwiegender Fehler. Ein Streit bricht aus, Vorurteile und feindselige Gefühle treten offen zu Tage. Bei der Auseinandersetzung kommt es zu einem Unfall mit Starkstrom. Als die beiden danach in den Spiegel schauen, merken sie: Ihre Körper sind vertauscht worden. Langsam wird ihnen klar, dass sie keine andere Wahl haben, als das Leben des Anderen zu leben. Und das hält für beide einige Überraschungen bereit.
Entstehung und Finanzierung
EQUAL (www.equal-de.de) ist eine aus dem Europäischen Sozialfonds geförderte Gemeinschaftsinitiative die zum Ziel hat, durch innovative, neue Ideen und Projekte, Ungleichheiten und Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt zu beseitigen und damit benachteiligte Menschen ins Arbeitsleben zu integrieren. Dazu gehört auch, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen und die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.
Prointecra (www.prointecra.de), eine Partnerschaft in Berlin, die im Rahmen der EQUAL-Initiative aktiv ist, hat den Film zusammen mit ihren österreichischen und italienischen EQUAL-Partnern in Auftrag gegeben.
Produktion
Der Film ist eine Koproduktion der Reinhard Günzler Filmproduktion und der Hochschule Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Einige Studenten erhielten hier die Chance, sich im Rahmen einer professionellen Produktion zu bewähren. Im Gegenzug stellte die Hochschule der Produktionsfirma technische Ausstattung zur Verfügung.
Für den Kameramann Jan Lehmann und die Produktionsleiterin Daniela Muck war "Der Fremde im Spiegel" der Diplomfilm. Er wurde Anfang 2004 an sechzehn Originalschauplätzen in und um Berlin gedreht. Aufgrund des Low-Budget Etats standen nur neun Drehtage zur Verfügung. Die 40-köpfige Crew sowie fast 30 Schauspieler und mehr als 60 Komparsen arbeiteten ohne Honorar
Der Regisseur Reinhard Günzler
Geboren 1960 in Recklinghausen. Nach dem Abitur Zivildienst in Münster, danach Studium der Filmwissenschaft, Politik und Soziologie an der FU Berlin. Parallel Videoclips und Musikdokumentationen, unter anderem für "Die Ärzte". 1990 bis 1995 Autor und Regisseur beim ARD-Jugendmagazin "Moskito". Jährlich mehrere Kurzspielfilme in unterschiedlichsten Genres. Parallel Spots gegen Ausländerfeindlichkeit und Regie bei der Reality-Serie "Das wahre Leben" (1993). Ende der Neunziger Buch und Regie bei zwei Science-Fiction Kurzfilmen. ("Max" macht die verwirrende Entdeckung, dass er in einer virtuellen Warenwelt lebt. "Das Geheimnis des Euro" beschreibt ein Europa des Jahres 2799). Beide Filme wurden mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet. Ab 1999 Schwerpunktverschiebung in Richtung Drehbuch. Konzept und Treatments für eine neue ZDF-Kinderserie, dann Drehbuch für ein Märchenspielfilm des Kinderkanals ("Der verzauberte Otter", im Juni 2002 prämiert durch die Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Sendetermin 14.11.04) und zwei noch unverkaufte Bücher.
Filmografie - als Regisseur (Auswahl):
Bitte, Bitte (Videoclip, Die Ärzte, für CBS/Sony, Super16mm, 5 Minuten, 1989)
In Berlin (Videoclip, Dolmen, für Jim Rakete, 16mm, 3 Minuten, 1989)
Die Ärzte Live (Musikdokumentation, für CBS/Sony und Arri TV, Beta SP, 2 x 50 Minuten, 1989)
Spots gegen Ausländerfeindlichkeit (3 Kurzfilme, für SFB/ARD und die Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, 35mm, 3 x 1,5 Minuten, 1993, auch Buch)
Das wahre Leben (Dokuserie, für Premiere, Beta SP, 14 x 30 Min, 1993)
Moskito (13 Kurzspielfilme und 2 Trailer, für SFB/ARD, Beta SP und 16mm, 3-5 Minuten, 1990 - 95, Prix Europa 1996 für "Shalom", alle Drehbücher)
Max (Science-Fiction-Kurzfilm, für Tag/Traum Filmproduktion im Auftrag der Stiftung Warentest, 17 Minuten, Super 16mm, 1997, Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 1998, auch Buch)
Das Geheimnis des Euro (Science-Fiction-Kurzfilm im Auftrag der Stiftung Verbraucher Institut, 16 Minuten, 35mm, 1998, Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 1999, auch Buch)
Der Fremde im Spiegel (Spielfilm, Koproduktion mit der HFF Potsdam Babelsberg, 27 Minuten, 35mm, 2004, auch Buch)
Filmografie - als Autor (Auswahl):
Das Geheimnis des schwarzen Hügels (Konzept und 12 Treatments einer neuen, wöchentlichen Kinderserie für die Studio TV Film Berlin im Auftrag des ZDF, 2000)
Der verzauberte Otter (Märchenspielfilm im Auftrag des Kinderkanals, 1. Preis beim Drehbuch-Wettbewerb der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Juni 2002, KiKa-Sendetermin 14.11.04)
Eismeer (ökologischer Thriller, optioniert von Polyphon Hamburg)
Haus Sonnenschein (Krimi vor dem Hintergrund des Medikamentenmissbrauchs in deutschen Altenpflegeheimen, noch ohne Produzent)
Schauspieler
Damir
André Bolouri (*1970), sein Vater kam 1960 aus dem Iran nach Deutschland. Seit 1998 ist er an der Fritz- Kirchhoff-Schauspielschule in Berlin.
MariusOliver Fleischer (*1974), ist zu sehen in zahlreichen Theater-, Film- und
Kinoproduktionen ( www.oliver-fleischer.de).
Guram
Nenad Zanic, (*1976), ein in Deutschland geborener Kroate. Schauspielschule in Ulm. Off-Theater in Berlin, Fernseh- und Kinofilme, Drehbuchautor.

7. Material und Planungshilfen für den Unterricht
Hier wollen wir Ihnen Arbeitsblätter zum Film anbieten und dazu einen Überblick über Planungshilfen und pädagogisches Material zum Thema Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und interkulturelle Erziehung geben.
Im Moment sind wir noch am Aufbau dieses Angebotes und freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit Lehrern, Dozenten, Bildungsträgern und sonstigen Interessierten.
Derzeit können wir Ihnen Folgendes anbieten:
Arbeitsblätter zum Film "Der Fremde im Spiegel" (PowerPoint-Präsentation - 7,68 MByte)
8. Links und Literatur zum Thema
Hier finden Sie im Moment noch eine kleine Auswahl an Links und Literatur. Wir sind im Moment dabei, diese Liste zu erweitern und zu kommentieren.
Links allgemein
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